Coronapandemie: Einreiseverbote und Arbeitseinschränkungen in den USA

Seit Anfang 2020 dürfen Bürger aus Risikogebieten, zu denen auch Deutschland gehört, nicht mehr in die USA einreisen, auch die Vergabe von Arbeitsvisa ist deutlich eingeschränkt (Corona Travel Ban und Nonimmigration Ban). Für Geschäftsleute und Fachkräfte können sich dadurch große Probleme ergeben.

Glücklicherweise gibt es Ausnahmegenehmigungen, die die Einreise in die USA auch in diesen Zeiten ermöglichen. Mit der „National Interest Exception“ (NIE) können Personen, die für die USA von nationalem Interesse sind, mit einer Sondergenehmigung dennoch einreisen. Die Beantragung kann zeitgleich mit dem Visum erfolgen oder auch separat beim Konsulat gestellt werden. Die Bewilligung dauert etwa 1 Woche und gestattet eine Einreise innerhalb der folgenden 30 Tage.

Folgendes gilt:

  • Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Es gibt jedoch die zeitintensive Möglichkeit, vor der USA-Einreise einen 2-wöchigen Zwischenstopp in einem Nicht-Risikoland einzulegen.

  • Personen, die für die USA von besonderer Wichtigkeit sind, können beim zuständigen US-Konsulat einen NIE-Antrag stellen (National Interest Exception). Die dringende Erfordernis der Einreise sowie deren wirtschaftliche Bedeutung für die USA müssen eingehend begründet werden. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung kommt in Betracht für Inhaber folgender Visa:
    • E1 Treaty Trader Visum für Mager, Executives, Specialists
    • E2 Treaty Investor Visum für Investoren und Firmengründer
    • H-1B Visum für hochqualifizierte Fachkräfte

  • Nicht vom Einreise-Ban betroffen sind: Familiäre Notfälle, Familienangehörige von nicht betroffenen Personen, Greencard-Inhaber

US-Visa Ban - Wie geht es weiter?

Mit dem US-Visa Ban soll der amerikanische Arbeitsmarkt geschützt werden, der im Rahmen der Coronakrise einen Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen erlitten hat.

Ein kalifornisches Gericht hat allerdings kürzlich den Visa Ban außer Kraft gesetzt, wovon allerdings nur Mitglieder der klagenden Verbände profitieren.

Neue Richtlinien für die Vergabe von H-1B Visa für hochqualifizierte Fachkräfte sprechen für eine Lockerung der strikten Einreiseprogramms. Künftig müssen in diesem Programm dem Arbeitnehmer jedoch deutlich höhere Löhne gezahlt werden, als bisher gefordert wurde. Betroffen sind auch Arbeitnehmer, deren H-1B Visum demnächst verlängert werden muss.

Bedeutung für ausländische Unternehmen

Niemand kann aktuell vorhersehen, wie lange Einreisebeschränkungen fortbestehen werden oder gar Maßnahmen zum Schutz des US-Arbeitsmarktes intensiviert werden.

Durch die Reiserestriktionen sind zwar vor allem interkulturell tätige Unternehmen betroffen. Gerade in diesen Zeiten ergeben sich durch direkte Teilhabe am US-Markt auch deutliche Vorteile. So sind US-Tochterunternehmen überwiegen nicht von erheblichen protektorischen Importbeschränkungen des US Marktes betroffen.

Auch im Hinblick auf Reiserestriktionen ist eine möglichst große Unabhängigkeit des US-Tochterunternehmens vom deutschen Mutterhaus von großer Bedeutung. Hierzu gehört vor allem die Besetzung wichtiger Schlüsselpositionen mit US-Fachkräften, die nicht nur über große Kompetenz verfügen, sondern auch ein hohes Vertrauen des deutschen Mutterunternehmens haben.

TH Bender ist eine deutschsprachige Personalberatung in den USA, die sich auf die Rekrutierung von Führungspersonal spezialisiert hat. Das Führungsteam mit deutschen Wurzeln hat langjährige Erfahrungen auf dem US-Markt und kann gerade bei interkulturellen Unternehmensgründungen eine individuelle, maßgeschneiderte Betreuung anbieten.

TH Bender hat diverse Möglichkeiten Reisen zwischen beiden Kontinenten zu ermöglichen, aber auch Verhandlungen online zu gestalten.

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